Abwärmenutzung für Stuttgart, Ludwigsburg, Backnang und Usingen2026-10-09T08:10:27+00:00

Abwärmenutzung – Ihre Abwärme als Heizenergie

Die Abwärme aus Produktions-, Server-, Kälte- oder Abluftanlagen lässt sich als Heizenergie nutzen und senkt den Brennstoffbedarf ihrer bestehenden Heizungsanlage. Wir unterstützen Sie bei der Planung und Umsetzung solcher Systeme herstellerunabhängig und unter Einhaltung der gültigen Normen und Vorschriften.

Bei fast jedem Produktions- und Kühlprozess entsteht Wärme, die ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird. Durch die Einbindung von Wärmeübertragern wird die Wärme durch z.B. eine Wärmepumpe auf das nötige Temperaturniveau angehoben und anschließend in das Heizungsnetz eingespeist. Von dort kann die Wärme für die Beheizung von Gebäudeteilen und für die Erzeugung von Warmwasser verwendet werden.

Die wichtigsten Vorteile für Betreiber:

  • geringerer Brennstoffbedarf und niedrigere CO₂-Emissionen
  • weniger Abhängigkeit von Öl- und Gaspreisen
  • Nutzung von Energie, die sonst verloren geht
  • Umsetzung im Neubau und im Bestand, für Wohnungs-, Büro-, Kommunal- und Gewerbebau
  • Förderung möglich

In vier Schritten von der Abwärme zur Heizenergie

  1. Abwärmequelle: Prozesswärme aus Produktion sowie aus Kälte- und Lüftungsanlagen fällt ohnehin an. Wir erfassen Menge, Temperaturniveau und Betriebszeiten und entwickeln Konzepte diese sinnvoll einzubinden.
  2. Wärmeübertrager: Er entzieht der Quelle die Abwärme und trennt sie hydraulisch vom Heizkreis. So beeinflussen sich Prozess und Heizsystem nicht gegenseitig.
  3. Wärmepumpe und Speicher: Die Wärmepumpe hebt die Wärme auf das benötigte Temperaturniveau an. Der Pufferspeicher gleicht aus, dass Wärmeangebot und Wärmebedarf selten zeitgleich auftreten.
  4. Nutzung: Die gewonnene Wärme kann bedarfsabhängig für die Gebäudebeheizung oder für die Erzeugung von Warmwasser verwendet werden.

Messung vor Ort: Wie viel Wärme steckt im Prozess?

Wie viel Wärme ein Prozess abgibt und wie viel davon nutzbar ist, lässt sich nicht zuverlässig schätzen. Deshalb messen wir vor Ort: Am laufenden Prozess erfassen Messgeräte Temperaturen und Volumenströme, daraus ergibt sich die Wärmemenge. Durch entsprechende Software wird der zeitliche Verlauf ausgewertet und das zu Verfügung stehende Potential ermittelt.

Die Messung ist aus drei Gründen wichtig:

  • Abwärme schwankt. Auslastung, Schichtbetrieb und Jahreszeit verändern die Wärmemenge. Eine Messung über einen repräsentativen Zeitraum zeigt das tatsächliche Lastprofil.
  • Das Temperaturniveau entscheidet. Es bestimmt, ob die Wärme direkt genutzt werden kann oder eine Wärmepumpe sie anheben muss.
  • Die Messwerte sind die Planungsgrundlage. Auf ihnen bauen die Auslegung von Wärmeübertrager, Wärmepumpe und Speicher, die Wirtschaftlichkeitsberechnung und das Einsparkonzept auf. Zusätzlich ist dies Voraussetzung für einige Förderprogramme.

Wir messen möglichst so, dass der laufende Betrieb nicht gestört wird.

Das Gesamtsystem: Bestandskessel plus Abwärme

Ihre vorhandene Öl- oder Gasheizung muss nicht weichen. Im Endzustand deckt die Abwärme die Grundlast, und der Kessel bleibt als Spitzenlast- und Reserveerzeuger erhalten.

Daraus ergeben sich für Sie drei Vorteile:

  • Versorgungssicherheit: Erzeugung durch zwei separate Systeme
  • Geringerer Brennstoffverbrauch: Jede Kilowattstunde Abwärme muss der Kessel nicht erzeugen.
  • Ausbau in Stufen: Die Anlage lässt sich schrittweise ergänzen, ohne die Heizzentrale komplett zu erneuern.

Häufige Fragen zur Abwärmenutzung

Lohnt sich Abwärmenutzung auch für kleine Betriebe?2026-10-09T08:09:34+00:00

Das hängt von Menge, Temperaturniveau und Betriebszeiten der Abwärme ab. Eine Machbarkeitsbetrachtung zeigt, ob sich die Investition rechnet.

Warum muss die Abwärme vor Ort gemessen werden?2026-10-09T08:09:39+00:00

Wie viel Wärme ein Prozess abgibt, schwankt mit Auslastung und Betriebszeiten. Nur eine Messung zeigt, wie viel Wärme auf welchem Temperaturniveau nutzbar ist, und liefert die Grundlage für Auslegung und Wirtschaftlichkeit.

Muss mein Öl- oder Gaskessel ersetzt werden?2026-10-09T08:09:43+00:00

Nein. Nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz bleiben Öl- und Gasheizungen zulässig. Die Abwärme unterstützt den Kessel und senkt seinen Brennstoffverbrauch.

Kann Abwärme auch das Warmwasser erwärmen?2026-10-09T08:09:48+00:00

Ja. Die Warmwasserbereitung wird dabei nach den Hygieneanforderungen des DVGW-Arbeitsblatts W 551 geplant.

Wann muss ich den Förderantrag stellen?2026-10-09T08:09:51+00:00

Vor Vorhabenbeginn, also bevor Aufträge vergeben werden oder der Bau startet. Die genauen Regeln stehen im jeweiligen Merkblatt des Programms.

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Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir die energetische Planung für Ihr Neubauprojekt oder Ihre Sanierung.

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